HOSENSCHEISSER und verräterische LEUGNER

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Genau jene Exponenten unserer Regierung, Bundesrichter, viele Parlamentarier und weitere vom Bundesrat Beauftragte, welche grossmaulig verkündet haben, dass wir ab sofort keine Luftwaffe und mittelfristig auch keine Armee mehr brauchen, sind umgeben von Personenschützer, die man kaum erkennt, aber scheinbar für diese „Hosenscheisser“ unabdingbar geworden sind. Vorüber sind die Zeiten, als man einen Bundesrat im Tram oder auf der Strasse kaum erkannte, weil er sich „normal“ bewegen konnte und sich sicher fühlte. Bodyguards gehören heute aber auch zum guten Ton und zur Imagepflege. Wer solche nicht um sich scharen kann, ist zumindest in Brüssel, Paris und Berlin ohne (politisches) Gewicht. Dazu braucht es natürlich noch dunkle Limousinen! 

Wir haben also keine Feinde mehr und können auch keine Landesbedrohung mehr ausmachen. Das Land ist sicher. Dies suggerieren genau jene der Landesregierung, welche ständigen Personenschutz brauchen und diesen jederzeit anfordern können. Sind wir nun ein Volk von Hosenscheissern oder sind dies nur die Vertreter dieses Volkes? 

Da man ja nicht in der schwarzen Limousinen nach Brüssel fahren kann, weil es zu aufwendig und auch zu gefährlich ist, und der Heli zu wenig Komfort bietet, braucht es zumindest ein Staatsflugzeug. Genau ein solches will der Bundesrat nun beschaffen, den PC 24 der Pilatuswerke. Das Brisante an der Geschichte ist, dass dieses Flugzeug noch nie in der Luft war, noch nicht einmal aus dem Hangar geschoben wurde und keinen Vorgänger oder Prototypen kennt. Dieses geniale Superflugzeug wurde an der „virtuellen“ Präsentation in Genf von Kunden der ganzen Welt sofort nicht nur bestellt sondern gekauft. Das Auftragsbuch der Pilatuswerke war augenblicklich voll. 

Die selben Damen und Herren, welche gegen den Kampfjet mit dem Argument votiert haben, der Gripen E sei ein Papierflieger, und es deshalb unverantwortlich sei, ihn zu beschaffen, wünschen sich diesen Luxus aus Buochs vorbehaltlos für sich. Sind sie dann einmal in der Luft, soll auch das Hoheitszeichen der Schweiz ersichtlich sein. Flugzeuge zur Sicherung des schweizerischen Luftraumes können problemlos ausländische sein. Wäre es nicht auch billiger, die 7 Zwerge von Bern mit gemieteten oder gecharterten Maschinen und fremdländischer Crew zu transferieren? 

Wilhelm Busch lebte von 1832 bis 1908. Schon er hat sich damals mit Frieden und Sicherheit befasst. Vielleicht ist sein Bild aus der Tierwelt für uns verständlicher als die verräterischen Lügen unserer Volksverblender. Hier sein Gedicht: 

 

Bewaffneter Frieden 

Ganz unverhofft an einem Hügel

sind sich begegnet Fuchs und Igel.

Halt, rief der Fuchs, du Bösewicht.

Kennst Du des Königs Ordre nicht?

Ist nicht der Frieden längst verkündigt,

und weisst Du nicht, dass jeder sündigt,

der immer noch gerüstet geht?

Im Namen seiner Majestät:

Geh‘ her und übergib dein Fell!

Der Igel sprach: Nur nicht so schnell.

Lass dir erst die Zähne brechen,

dann wollen wir uns weiter sprechen!

Und also gleich macht er sich rund,

schliesst seinen dichten Stachelbund

und trotz getrost der ganzen Welt

bewaffnet, doch als Friedensheld.

 

Der Fuchs wäre heute bestimmt aus Brüssel und der Fuchs ein Eidgenosse. 

Juli 2014 / Paul Hunziker, Seftigen