Die neuen Leiden des Politikers W.

Veröffentlicht in Artikel Schweiz

Leserbrief in der BernerZeitung und im ThunerTagblatt vom 04.06.2014 

„Vergessen ist, was man Blocher  antat“

Nach der Abwahl von Dieter Widmer wird das literarische Grosswerk von Goethe dafür bemüht, das unendliche Leid und die grosse Ungerechtigkeit auf drei Seiten dieser Zeitung zu schildern und mit fünf Bildern zu illustrieren. Dieter Widmer war ein Politiker der 2. Liga. Vergessen ist, was man Christoph Blocher, Politiker in der Nationalliga A, angetan hat. Dieser ertrank nicht verbittert im Frust, sondern hat sich aufgerichtet und weiter gekämpft mit Leidenschaft und Überzeugung. Der wichtigste Satz von Dieter Widmer im Interview muss man sich nochmals verinnerlichen:

Wenn er sehe, wie Grossratskollegen, die gar nicht viel leisten, brillant wiedergewählt worden seien, während er, der sich schonungslos verausgabt hat, einfach abserviert wurde. Diese Ungerechtigkeit! Diese Kränkung!

Das sagt ein Spitzenpolitiker der BDP, die mit Intrigen einen Bundesrat abgewählt hat. Man braucht daher nicht Goethe zu bemühen, sondern das Sprichwort: „Wer andern eine Grube gräbt…“

Paul Hunziker, Seftigen